Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf
Monolog von Bodo Kirchhoff
Regie: Dieter Seidel
Mit Ingo Braun
„ ... die verrinnenden Sekunden und dieses Wissen, bitte, ich bin der einzige, der hier weiß, was gleich kommt ...“
Das Publikum ist da, allein der Akt der Entkleidung lässt auf sich warten – was zur Überbrückung hilft ist Sprache, was sonst?! Dem Ansager bleiben nur Sätze; er muss weiter und weiter reden ...
Der Mensch, um den es in Kirchhoffs Monolog geht, ist vielleicht zu angezogen, um sichtbar zu sein, vielleicht aber auch zu nackt ...
Ein Abend über die Präsenz der Abwesenheit
"Bodo Kirchhoff hat den voyeuristischen Kern der Begierde in eine Sprache der Wünsche gefasst, die aus dem Inneren der Figur dringt, komisch und traurig zugleich. So wird der Leser, eingespannt zwischen dem Conferencier einer neurotischen Selbstentblößung und der lauernden Häme des Publikums zum heimlichen Auge und solcherart Zeuge, wie einer den Körper entkleidet - und ein Gesicht kommt zum Vorschein."
(Andrea Köhler, DIE ZEIT vom 11.11.1994)
Aktuelle Termine: 10. und 11.02.2012; jeweils um 20.00 Uhr