![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Weitere Termine am 08. + 09.03.2007; 20.00 Theater N.N.: Not macht kreativ HAMBURG - Keine Bange, auch wenn das aktuelle Projekt des Theaters N.N. "Der Euro vor Karstadt" heißt - Betteln gehen muss die chronisch unterfinanzierte Eimsbütteler Bühne nicht. Aber wie gewohnt verstehen es die Theater- macher um Gründer Dieter Seidel, aus der Not kreative Funken zu schlagen. Diesmal wollen sie gemeinsam mit Laien in drei Wochenend-Workshops eine szenische Dokumentation erarbeiten. Die Laien - zum Beispiel Arbeitslose oder Jugendliche aus dem Stadtteil - steuern ihre Geschichten bei und erleben, wie diese sich in bühnentaugliche Szenen verwandeln. Dies alles ausgehend von der Begegnung zweier Menschen, von denen der eine um Geld bittet und der andere darauf reagiert. Die Situation ist Seidel bekannt. Vor einem Jahr wusste er nicht, wie es weitergehen sollte mit dem Theater, das die Miete am Hellkamp 68 nicht mehr aufbringen konnte. Damals fand sich überraschend einer, der gab. Der Kaufmann Folkert Harder las von der Not des Theaters und übernahm vorübergehend die Miete. Inzwischen begleitet der Sponsor das Haus als kaufmännischer Berater und hilft ab und zu auch noch finanziell aus. Aufwind brachte zudem das erfolgreiche Sommergastspiel im Römischen Garten in Blankenese mit dem Stück "Das Jahrmarktsfest von Plundersweilern" nach Hacks und Goethe, mit dem endlich auch ein wenig Geld verdient wurde. Spätestens nach einem schlecht besuchten Dezember im eigenen Haus ist allerdings wieder der schwierige Alltag beim Theater N.N. eingekehrt: "Wir sind nach wie vor in permanenten Nöten", sagt Seidel, der hofft, dass seine Crew 2007 gut übersteht - unter anderem mit einem selbst erarbeiteten Stück über Goethes Eckermann. Und von 2008 an soll's dann deutlich besser aussehen: Seidel rechnet fest mit einem neuen Subventionsschlüssel und einer Basisförderung der Kulturbehörde. Bis dahin aber müssen auch Benefiz-Aktionen wie das vom Bezirk geförderte Ein-Euro-Stück beim Überleben helfen. Noch sucht Seidel dafür Leute aus dem Stadtteil, die etwas zu erzählen haben. "Der Euro vor Karstadt" läuft vom 25.-27.1., je 20 Uhr, Eintritt 20 Euro; ... Kontakt: Tel. 38 61 66 88. wend Hamburger Abendblatt; erschienen am 3. Januar 2007 ![]() |