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Es war die Lerche
 
Ein heiteres Trauerspiel von Ephraim Kishon
Mit: Julia Montague-Capulet
(Marlies Ludwig), Romeo Montague (Ulrich Lenk),  Lucretia Montague (Marlies Ludwig), Pater Lorenzo (Ulrich Lenk), Julias Amme (Marlies Ludwig) und als Gast: William Shakespeare (Peter Clös)
Regie:
Kathrin Brune
Ausstattung:
Pia Wessels
Musik:
Jörn-Udo Kortmann
 
Was wäre wenn…
…Romeo und Julia nicht gestorben wären? Was wäre wenn sie den tödlichen Sog des Schicksals aufgehalten hätten. Julia hätte eine Sekunde früher erwachen müssen – eine Sekunde die alles verändert hätte. Ob man sich jedoch einen Gefallen damit tut, in das Schicksal einzugreifen und ob es ratsam ist, die Pläne eines William Shakespeares zu torpedieren, das ist hier die Frage.
In Kishons Satire haben Romeo und Julia ihren Schöpfer
Shakespeare überlistet und sind nicht gestorben, sondern mittlerweile lange 29 Jahre verheiratet. Der Glanz vergangener Tage ist längst verblasst. Romeo muss seine Familie als gealterter Ballettlehrer durchbringen und seine größte Freude ist es, wenn er mit seiner Wärmflasche Rosalinde ins Bett gehen kann. Julia, auch nicht mehr die veronische Schönheit von einst, muss den Haushalt schmeißen – sehr zu ihrem Unmut. Außerdem haben sie eine schwer pubertierende Tochter, die ihnen das Leben zur Hölle macht.  Erinnerungen an bessere Zeiten eskalieren regelmäßig zu handfesten Ehestreitigkeiten: War es nun die Nachtigall oder die Lerche, die das bange Ohr durchdrang?  
 
Eins ist sicher, William Shakespeare würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er was aus seinen Liebenden geworden ist. Schließlich hat er sich was dabei gedacht, die beiden nach vier Tagen und drei Nächten im  Liebesrausch sterben zu lassen. Denn schmutzige Wäsche, pubertierende Töchter, keifende Ehefrauen und alternde Ballettlehrer sind nicht der Stoff, aus dem die Träume sind.
 
Aktuelle Termine  20. bis 22.05.2010; 03. bis 05.06.2010;  jeweils um 20.00 Uhr
Foto: www.pete-soxx.de